Eifersüchtige Einstellung – schöne Menschen im Nachteil?

Bei Bewerbungen machen es Frauen den Frauen schwer - vor allem, wenn die Anwärterinnen hübsch sind, berichtet das Magazin GEO in seiner Juni-Ausgabe. Das stellte sich bei einer Studie in Israel heraus. Dort hatte der Psychologe Bradley Ruffle Bewerbungsschreiben in doppelter Ausführung verschickt, für echte Stellen, aber mit falschen Bewerbern. Ein Dokument mit dem Lebenslauf enthielt Fotos angeblicher männlicher und weiblicher Anwärter mit jeweils unterschiedlich attraktivem Aussehen; das andere Dokument war ohne Foto.

Überrascht stellte Bradley fest, dass gut aussehende Frauen deutlich seltener zum Gespräch eingeladen wurden als der Durchschnitt. Dabei hatten andere Studien doch gezeigt, dass gutaussehende Frauen im Betrieb besonders gute Aufstiegschancen hatten. Wo lag also das Problem bei der Einstellung? Ergebnis: bei den vorwiegend weiblich besetzten Personalbüros! Deren Mitarbeiterinnen missgönnen den schönen Geschlechtsgenossinnen offenbar den Job - aus Eifersucht. Eine andere Erklärung hatten Ruffle und sein Team schon im Vorfeld ausgeschlossen: Die Bilder der Gutaussehenden wirkten auf den Betrachter nicht etwa dümmlich - es gab also keinen “Blondinen-Effekt”. … Mit einer weiteren Idee zur Verbesserung der Berufsaussichten beginnt unser heutiger Bauletter:

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Intelligente Genies am Fußball

Passend zum Zeitgesehen: Von wegen “viel bumm, viel dumm”! Wie das Magazin GEO in seiner Juni-Ausgabe berichtet, besitzen Fußballspieler erstaunlich gute geistige Fähigkeiten. Ein Wissenschaftlerteam um Torbjörn Vestberg vom Karolinska Institut in Stockholm verglich dazu die kognitiven Leistungen von Fußballern der schwedischen Ersten Liga mit der von Zweitligisten und Menschen aus der “normalen” Bevölkerung. Ergebnis: Je besser der Fußballspieler - gemessen an seiner Torausbeute in Relation zu seiner strategischen Position auf dem Platz -, desto höher ist auch sein Intelligenzwert.

Zwar gilt dies nur für eine bestimmte Form der Intelligenz im Rahmen sogenannter “Exekutivfunktionen”. Also etwa um die Fähigkeit, in einer komplexen Spielsituation das Richtige zu tun. Trotzdem ist diese “Entscheidungsintelligenz” nicht an einen sportlichen Kontext gebunden und kann auch auf relevante Entscheidungssituationen im Alltag übertragen werden. Woher kommt dann das landläufige Bild vom tumben Ballsportler? Zum einen wohl, weil Exekutivfunktionen unabhängig von verbalen Fähigkeiten sind – sodass selbst sportliche “Geistesgrößen” stammelnd vor der Kamera stehen mögen. Und wo Bildung fehlt - “Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien” - hilft auch die Intelligenz nicht weiter. … Aber mit dem heutigen Bauletter können trotzdem jedem jede Menge Lichter aufgehen:

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Bundesbürger waren 2008 im Durchschnitt 16,89 Minuten ohne Strom

Die Bundesregierung hat die Versorgungssicherheit des deutschen Stromnetzes hervorgehoben. Im Jahresbericht der Bundesnetzagentur werde „die führende Rolle Deutschlands im Elektrizitätsbereich“ festgestellt, heißt es in der als Unterrichtung vorgelegten Stellungnahme der Bundesregierung zum Tätigkeitsbericht 2008/2009 der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahn (17/9400). So habe die Unterbrechung der Stromversorgung im Berichtsjahr 2008 durchschnittlich 16,89 Minuten betragen. Dieser Wert stelle im Vergleich zu den Vorjahren eine deutliche Verbesserung dar. „Ziel ist es, in den nächsten Jahren weitere Beiträge zur Reduzierung der Versorgungsunterbrechungen zu leisten“, schreibt die Regierung.

Unter Bezugnahme auf die Daten von 813 Netzbetreibern mit 834 Netzen schreibt die Bundesnetzagentur in ihrem Bericht, der nunmehr ermittelte Wert von 16,89 Minuten stelle im Vergleich zu den Vorjahren (2006: 21,53 Minuten, 2007: 19,25 Minuten) erneut eine Verbesserung dar und zeige die hohe Versorgungszuverlässigkeit in Deutschland auch im Vergleich mit den europäischen Nachbarn. So sei in Österreich eine Unterbrechung der Stromversorgung von 43,69 Minuten gemessen worden.

Stromausfälle wegen „höherer Gewalt“ sind in diesen Werten nicht enthalten. Erinnert wird an den Orkan „Kyrill“, der 2006 zu einem starken Anstieg der Zahl der Meldungen wegen „höherer Gewalt“ und zu Unterbrechungen in der Stromversorgung von 16,42 Minuten pro Letztverbraucher geführt habe. 2008 habe der Wert für „Höhere Gewalt“ bei 1,2 Minuten gelegen. … Wir hätten auch noch Beiträge von der Light+Building 2008 – machen dann aber doch lieber weiter mit 2012er-Berichten:

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Gamma-Blitze: Todesstrahlen aus dem Weltall

Es klingt wie ein Endzeit-Schocker, ist aber eine wirkliche Gefahr: Die Energie von Gammastrahlen-Blitzen übersteigt alles, was je gemessen wurde. Sollte ein Strahl die Erde aus der Nähe treffen, dürfte er alles irdische Leben auslöschen. Das berichtet die Zeitschrift P.M. MAGAZIN in der Ausgabe 06/2012.

Gamma-Blitze sind wohl die energiereichsten Phänomene im All. In nur zehn Sekunden können sie mehr Energie freisetzen als die Sonne in ihrem ganzen Leben. Treffen die Strahlen die Erde, wird die schützende Ozonschicht zerstört, woraufhin die ultraviolette Strahlung der Sonne alles oberflächliche Leben wegbrutzelt.

Forscher halten die Gefahr offenbar für real - auch wenn sie nicht unmittelbar an die Tür klopft. Hans-Thomas Janka, leitender Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) in Garching, und sein Team haben die Wahrscheinlichkeit für das absolut tödliche Ereignis errechnet: Alle 100 000 Jahre findet danach in unserer Milchstraße ein Gamma-Blitz statt. … Dagegen wären dann wohl auch die Schutzschalter im zweiten Teil des heutigen Bauletters machtlos. Wir beginnen aber vor der eigenen Haustür:

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Experten fordern Systemwechsel beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Deutschlands Ökonomen halten das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für ineffizient und fordern einen Wechsel der Fördersystematik. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von Wirtschaftswissenschaftlern im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche (WiWo). Danach geben 60 Experten an, dass das EEG den Ausbau der erneuerbaren Energien nicht kosteneffizient fördert. Nur neun Experten sind anderer Ansicht. An der Umfrage haben sich 72 Professoren der Wirtschaftswissenschaften beteiligt.

Um die Kosteneffizienz der Energiewende zu erhöhen, fordert fast die Hälfte der Ökonomen eine Veränderung in der Art der Förderpolitik. Insbesondere sollte der Wettbewerb zwischen den verschiedenen Technologien der erneuerbaren Energiegewinnung gestärkt werden. “Die bestehende Fördersystematik verhindert Wettbewerb zwischen den erneuerbaren Energien. Die Energiewende wird so unbezahlbar. Ein Quotensystem, wie es die Monopolkommission vorgeschlagen hat, stärkt den Wettbewerb und senkt die Kosten”, kommentiert Prof. Dr. Justus Haucap, Direktor des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE) und Vorsitzender der Monopolkommission, der an der Umfrage teilgenommen hat.

Die hohen Kosten der Energiewende könnten nach Expertenmeinung die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands negativ beeinflussen. Negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum fürchten die Ökonomen vor allem kurzfristig, wenn die derzeitige Fördersystematik der Energiewende beibehalten wird. “Die Kosten für die Energiewende laufen aus dem Ruder. Die Energiewende wir d zur Gefahr für Wachstum und Wohlstand in Deutschland”, warnt der Geschäftsführer der INSM, Hubertus Pellengahr und fordert eine Abkehr von der bestehenden Fördersystematik. “Der Ausbau erneuerbarer Energien kann nur gelingen, wenn wir bei deren Förderung die marktwirtschaftlichen Prinzipien nicht unter den Tisch kehren. Die Energiewende braucht einen Ordnungsrahmen, der die Kräfte des Marktes nutzt und nicht unterbindet”, so Pellengahr weiter.

Weniger pessimistisch bewerten die Ökonomen dagegen die Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit. 44 Ökonomen glauben, dass kurzfristig die Versorgungssicherheit gewährleistet ist. Langfristig sehen sogar 52 Experten keine Beeinträchtigungen. Immerhin 28 Professoren rechnen jedoch, zumindest kurzfristig, mit einer Gefährdung des hohen Versorgungsstandards in Deutschland. Vor allem der Ausbau der Netze (38 Experten) und der Speicherkapazitäten (41 Experten) bereitet den Wirtschaftswissenschaftlern Sorge.

Im Rahmen des IW-Expertenvotums wurden Professoren der Wirtschaftswissenschaften, die an Universitäten in Deutschland tätig sind, zwischen dem 12. und 30. März online befragt. Insgesamt haben sich 72 Professoren an der Umfrage beteiligt. Die Umfrage ist Teil des Deutschlands Checks, einer Dauerstudie im Auftrag der INSM und der WirtschaftsWoche. … Um die Infrastruktur für die elektrische Energiewende geht es gewissermaßen heute auch im Bauletter - allerdings ganz im Kleinen:

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Verhaltensforschung: Bestrafen ist effektiver als Belohnen

Könnten positive Anreize die Menschen eher als eine Bestrafung davon abhalten, kriminelle Handlungen zu begehen, wäre also ein Staat ohne Gefängnisse denkbar? Wie das Magazin GEO in seiner Mai-Ausgabe berichtet, hat sich ein Forscherteam um Tatsuya Sasaki am Internationalen Institut für praktische Systemanalysen in Luxemburg diese Frage gestellt. Und dabei herausgefunden, dass die Aufwendungen für ein erfolgreiches Bestrafungssystem durchweg geringer sind als für ein erfolgreiches Belohnungssystem.

Das Modell, das die Wissenschaftler dafür verwandten, fußt auf der sogenannten Spieltheorie. Mit ihm wurde das Verhalten von Akteuren abgeschätzt, die in einem Konfliktszenario stehen. Genauer: Es wurde getestet, unter welchen Bedingungen Menschen für einen gemeinsamen Profit mit anderen zusammenarbeiten. Und wann sie eher zum Betrügen neigen, um damit Gewinn auf Kosten der Allgemeinheit zu erzielen.

Das Ergebnis des Versuchs war eindeutig: Ohne drohende Bestrafung nahm der Egoismus überhand, woran auch bezahlbare positive Anreize wenig änderten. Die Forscher fanden aber auch, dass Strafen bereits in relativ geringer Dosierung wirken: Um das gleiche Resultat wie durch hohe Belohnungen zu erreichen, muss eine Strafe nicht drakonisch sein. … Wir dagegen sind eher fürs Belohnen:

 

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8 Mrd. Euro Wertschöpfungsverlust durch fehlende Ingenieure

Der deutschen Wirtschaft fehlen immer mehr Ingenieure. Im Vergleich zu 2010 hat sich im vergangenen Jahr die Situation noch einmal drastisch verschärft: 92.000 Ingenieure wurden im Durchschnitt monatlich gesucht. Der durch die Nichtbesetzung von Ingenieurstellen entstandene Wertschöpfungsverlust für die deutsche Wirtschaft beträgt knapp 8 Milliarden Euro. Dies zeigt die aktuelle Studie ‘Ingenieure auf einen Blick 2011/12 - Erwerbstätigkeit, Innovation, Wertschöpfung’, die der VDI Verein Deutscher Ingenieure und das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) am 23.4. auf der Hannover Messe präsentiert haben. “Die aktuellen Zahlen sind alarmierend und der Abwärtstrend setzt sich auch in diesem Jahr fort”, erklärt VDI-Direktor Dr.-Ing. Willi Fuchs. “Der aktuelle VDI-/IW-Ingenieurmonitor für März 2012 weist aus, dass in Deutschland derzeit 110.400 offene Ingenieurstellen existieren. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im August 2000.”

Wie wichtig Ingenieure für den Motor des Technologie- und Innovationsstandortes Deutschland sind, zeigt der wirtschaftliche Wertschöpfungsbeitrag dieser Berufsgruppe. “Im Jahr 2011 betrug er mindestens 178 Milliarden Euro”, so IW-Geschäftsführer Dr. Hans-Peter Klös. In den Branchen mit der höchsten Ingenieurdichte - technische Forschungs- und Entwicklungs-Dienstleistungen, Elektroindustrie, Maschinenbau, Fahrzeugtechnik sowie IT und Telekommunikation - werden im Jahr rund 73 Milliarden Euro in die Entstehung von Innovationen investiert. Dies entspricht 60 Prozent der gesamten Innovationsaufwendungen Deutschlands.

Der Erfolg der wichtigen Ingenieurbranchen zeigt sich auch bei den Exporten. Sie erreichten im Jahr 2011 zusammengenommen ein Volumen an Güterexporten und Dienstleistungseinnahmen aus dem Ausland in Höhe von 562 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anteil an den gesamten Ausfuhren und der Dienstleistungseinnahmen aus dem Ausland in Höhe von 44,8 Prozent. “Die Zahlen sprechen für sich. Wenn wir die Ingenieurlücke nicht schließen können, wird der weiter fortschreitende Fachkräfteengpass zu einer Bedrohung des Geschäftsmodells Deutschland führen”, macht Klös deutlich.

Deutschland fehlt es am Ingenieurnachwuchs: In keinem anderen Land Europas sind so viele ältere Ingenieure am Arbeitsmarkt wie in Deutschland. 21 Prozent, also jeder fünfte erwerbstätige Ingenieur, kommen aus dem Alterssegment 55+. Folglich werden in den kommenden Jahren in großem Ausmaß Ingenieure aus dem aktiven Erwerbsleben ausscheiden. Potenziale für kommende Ingenieurgenerationen können insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, deren Eltern keine Akademiker sind, liegen. In keinem anderen Fach haben so viele Hochschulabsolventen Eltern ohne akademische Abschlüsse, Ingenieure sind damit die Bildungsaufsteiger par exellence.

Doch trotz steigender Absolventenzahlen wird Deutschlands Bedarf an hochqualifizierten Ingenieuren langfristig nicht gedeckt und die Ingenieurlücke nicht geschlossen werden. “An der demografischen Entwicklung können wir nichts ändern. Wir müssen aber dafür sorgen, dass technische Bildung in den Lehrprogrammen der Schulen verankert wird. Ohne diesen Schritt ist die technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres Landes dauerhaft nicht mehr zu halten”, warnt Fuchs. … Ohne Ingenieursleistung wären auch viele der folgenden Beiträge nicht möglich gewesen:

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