Social-Media-Gipfel für Nonprofit-Kommunikation 2.0: Social Media als „unsichtbare Macht“

Beim ersten Social-Media-Gipfel für Nonprofit-Kommunikation 2.0 der Nachrichtenagentur pressetext haben Experten in Berlin über die Herausforderungen diskutiert, die NGOs und NPOs im Web 2.0 bewältigen müssen. PR-Consulter Wilfried Seywald betonte in der Eröffnung, soziale Netzwerke seien per se „nicht-gewinnorientiert“. Sie tragen dazu bei, Engagement sichtbar zu machen. Soziale Netzwerke bieten Raum für Teilhabe und politische Einmischung, ja eine neue „Qualität in der öffentlichen Diskussion“, allerdings dürften die Ressourcen nicht unterschätzt werden, die dafür nötig sind.

„Top-Down-Strukturen“ abbauen

Seywald erinnerte daran, dass gute Beziehungen Sympathien bringen, aber gerade deshalb in einem hohen Ausmaß auch gepflegt werden müssen. Nur so kann das Vertrauen aufgebaut werden, das eine Community zusammen hält. Mit einem weiteren Missverständnis räumte Seywald in seiner Eröffnung auf: „Social Medias tragen wohl zur öffentlichen Meinungsbildung bei, aber echte politische Einflussnahme passiert anderswo.“ Soziale Netzwerke seien so gewissenmaßen eine „unsichtbare Macht“.

Der Blogger Markus Beckedahl von netzpolitik.org erläuterte in seinem Beitrag anhand zahlreicher Beispiele, wie man mit geschickter Provokation im Internet enorme Reichweiten erzielen kann. NPOs müssten als Medien agieren, um sich Gehör zu verschaffen. Um die Vorteile der Netzwerke nutzen zu können, sollten sich NPOs zudem als Knotenpunkte begreifen und bestehende Top-Down-Strukturen abbauen. „Soziale Kanäle verlangen Transparenz. Dazu gehört generell eine offenere Kommunikationspolitik.“

Auch für den Netzwerker Alexander Wolf ist die Social-Media-Revolution für nichtgewinnorientierte Organisationen eine Riesenchance. Über die neuen Kanäle können auch ohne große Marketing-Budgets erfolgreiche Kampagnen gefahren werden. Allerdings besteht die Gefahr, dass die PR-Abteilungen, die oft nur aus einer Person bestehen, von der Kommunikationsflut überfordert werden. „So kann Erfolg auch Organisationen umbringen“, erläuterte Wolf.

Kontrolle aus der Hand geben

Für Wolfgang Ruber von Kornberger und Partner gelten in der Social-Media-Kommunikation für NPOs grundsätzlich dieselben Bedingungen wie für profitorientierte Unternehmen. „Es müssen die gleichen Anforderungen erfüllt werden, allerdings mit weniger Geld, spärlicheren Ressourcen und einer kleineren Zahl an Kommunikationsprofis. Dazu müssen die Organisationsstrukturen flacher und offener sein. Die Verantwortlichen müssen auch bereit sein, die Kontrolle ein Stück weit aus der Hand zu geben“, sagt Ruber im Gespräch mit pressetext.

Die sozialen Medien dienen Non-Profit-Organisationen hauptsächlich, um den Kontakt zu den Menschen herzustellen, die ihre Anliegen unterstützen. „Als klassischer Spendenkanal eignen sich die Netzwerke nicht. Es geht eher um das Kontakteknüpfen zu neuen Zielgruppen. Im deutschsprachigen Raum haben Organisationen ja ein massives Problem mit der Überalterung ihrer Spender. Über soziale Medien lassen sich junge Menschen – das heißt in diesem Zusammenhang unter 50-Jährige – ansprechen“, erklärte Florian Nöll von Spendino.

Online-Präsenz reicht nicht aus

Indirekt können sich aus neuen Kontakten sehr wohl neue Spender ergeben. Das ist laut den Experten aber ein langwieriger Prozess. Um die Kontakte zu pflegen, reicht es deshalb nicht aus, online Präsenz zu zeigen. „Echtes Vertrauen entsteht vor allem durch persönliche Kommunikation. Das ist zwar aufwendig, aber unverzichtbar. Nur mit einem Mix aus wohlportionierter Online-Kommunikation und persönlichen Kontakten außerhalb des Internets können Non-Profit-Organisationen daher Erfolg haben“, unterstreicht Wolf … und in dem Punkt unterscheiden sich NGOs und NPOs wiederum kaum von GmbHs, Co KGs oder AGs, die sich trotz Web weiterhin in realen Kompetenz-Zentren, auf Messen oder mit echten Büchern präsentieren - zumal unsere heutigen Bodenbeläge zu den aufmerksamkeitswirksamen „Erlebnisprodukten“ gehören:

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EFMC 23.-25.5.: Facility Management kann sich über Energieeffizienz profilieren

Das Marktpotenzial für energieeffiziente Dienstleistungen und Produkte im Immobiliensektor wächst kontinuierlich. In Deutschland etabliert sich einer Studie von Roland Berger Strategy Consultants zufolge ein neuer, zukunftsträchtiger Leitmarkt für Energie- und Ressourceneffizienz im Gebäudemanagement. Bis 2020 wird ein jährlicher Zuwachs von 6,5 Prozent erwartet. Damit eröffnen sich dem Facility Management (FM) gleichermaßen große Chancen wie Herausforderungen - und das international. Um von der steigenden Nachfrage optimal zu profitieren, müssen Immobiliendienstleister und FM-Anbieter neue Geschäftsmodelle und Lösungen aus einer Hand entwickeln, so die Studie. Eine integrierte Effizienzoptimierung finde bisher nämlich nur selten statt.

Energie- und Umweltmanagement ist auch ein wesentlicher Schwerpunkt der European Facility Management Conference (EFMC), die vom 23. und 25. Mai 2012 in Kopenhagen stattfindet. Unter dem Motto „Global responsibility - local acting“ will die internationale Kongressmesse neueste Erkenntnisse aus Wirtschaft und Forschung liefern zu …

  • Energieeffizienz,
  • Nachhaltigkeit und „Triple Bottom Line„,
  • Corporate Social Responsibility,
  • Gebäudebetrieb,
  • FM-Organisation,
  • Arbeitsplatzkonzepten,
  • Risiko- und Krisenmanagement im FM,
  • Informations- und Kommunikationstechnologie sowie
  • zur europäischen FM-Norm.

Ausgerichtet wird die EFMC von der International Facility Management Association (IFMA) und dem European Facility Management Network (EuroFM). Lokaler Gastgeber der diesjährigen Konferenz ist das Dansk Facilities Management Netværk (DFM).

Die EFMC präsentiert sich in diesem Jahr mit einem erweiterten Konzept und will interaktiver, größer und praxisnäher sein als zuvor. Mit der Business Conference und dem Research Symposium vereint die EFMC 2012 sowohl FM-Praxisaspekte als auch wissenschaftliche Ansätze. Round Tables und Speakers’ Corners fördern zudem das Networking. Das neue Konzept soll die Qualität und Internationalität der Kongressmesse steigern, auf der zudem einschlägige Aussteller über ihre Dienstleistungen informieren. … Mit einem Lieblingsthema der FM-Branche befassen wir uns zur Zeit auch in Baulinks bzw. im Bauletter:

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Rückblende 2011: Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen geht an Klaus Stuttmann

Der Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen geht in diesem Jahr an Klaus Stuttmann. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) wurde am 25. Januar 2012 in Berlin überreicht.

Erster Preis bei der Rückblende 2011 für Klaus Stuttmann

Klaus Stuttmann: Ist doch nur ein kleiner Knirps - Angela Merkel und der EU-Rettungsschirm.

Klaus Stuttmann zeichnet vor allem für die Zeitung „Der Tagesspiegel“ (Berlin). Gegenstand seiner ausgezeichneten Karikatur ist der Euro-Rettungsschirm, der sich in den Händen Angela Merkels vom Knirps zum Monsterschirm aufbläst und die Bundeskanzlerin mit sich fortreißt (Bild oben). Platz zwei und 2.000 Euro gehen an Elias Hauck und Dominik Bauer und die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ zum Thema Bankenpleite (Bild unten). Der dritte Preis (1.000 Euro) wird in diesem Jahr ausnahmsweise zweimal vergeben. Ihn erhalten Berndt A. Skott („Kölner Stadt-Anzeiger“) und Jürgen Tomicek („Westfälische Nachrichten“, Münster), die in ihren Arbeiten die ungeklärte Rolle von V-Leuten in der Neonazi-Szene (Bild) und die Ehec-Hysterie als Gemüse-Krimi (Bild) aufgespießt haben.

„Die ausgezeichneten Arbeiten sind in ihrer politischen Verdichtung und künstlerischen Umsetzung Glanzstücke“, erläutert dazu BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff: Themen wie der Euro-Rettungsschirm oder die Bankenpleite seien zum Beispiel im Foto kaum darstellbar und müssten in Leitartikel und Kommentar ausführlich erläutert werden. „Die Karikatur aber bringt es auf den Punkt.“ Das mache sie zum unverzichtbaren Stilmittel für die Meinungsseiten der Zeitungen. „Und es spricht für die Qualität der preisgekrönten Karikaturen, dass die meisten auch ein halbes Jahr nach ihrer ersten Veröffentlichung noch genauso abgedruckt werden könnten.“

2 Preis: Elias Hauck und Dominik Bauer zur Bankenpleite

Ausgezeichnet werden bei der „Rückblende 2011 - dem deutschen Preis für politische Fotografie und Karikatur“ auch die besten politischen Fotografien des vergangenen Jahres. Staatsministerin Margit Conrad übergibt den von der rheinland-pfälzischen Landesvertretung gestifteten ersten Preis in Höhe von 7.000 Euro an John MacDougall (Agence France Presse). Platz zwei geht an Marc-Steffen Unger (freier Fotograf), Marcus Brandt (dpa) erringt Platz drei. Am Wettbewerb der „Rückblende 2011“ haben 62 Karikaturisten und 247 Fotografen teilgenommen. Die Jury konnte unter rund 1.250 Fotos und Karikaturen auswählen. … Da wären bestimmt Motive dabei, mit denen man sich seinen eigenen wunderschönen Fußboden gestalten könnte - die Technik dazu gäbe es nämlich, wie die Domotex-Berichte heute und morgen u.a. zeigen:

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LEDs halten Fleisch länger frisch

Dass LEDs im Vergleich zu Leuchtstoffröhren weniger Energie verbrauchen, ist zwischenzeitlich allgemein bekannt. Forscher der Kansas State University haben nun herausgefunden, dass sie auch die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern können. Das Team um Kyle Steele untersuchte die Veränderungen von fünf Frischfleischproben von Pute, Schwein und Rind bei der Lagerung in Kühltheken mit LED- bzw. Leuchtstoffröhren-Beleuchtung. Analysiert wurden die Temperatur, die Ranzigkeit und die natürliche Verfärbung durch Sauerstoffeinwirkung des Fleisches - mit einigen Pluspunkten für die LED-Beleuchtung als Ergebnis: Die meisten Produkte waren innerlich kühler und damit länger haltbar als in Theken mit Leuchtstoffröhren; bei Rinderlendensteaks machte das sogar 24 Stunden aus.

Unter LED-Beleuchtung könne zudem die natürliche Verfärbung des Fleisches verlangsamt werden. Dadurch lässt sich vermeiden, dass die Ware - ohne verdorben zu sein - nur deshalb entsorgt oder verbilligt abgegeben werden muss, weil die Verbraucher hell gewordenes Fleisch meiden. Die mögliche Ersparnis durch längere Frische und gutes Aussehen könnte für den Handel einen zusätzlichen Anreiz für die Umstellung auf LED-Beleuchtung bilden, auch wenn die Kosten allein schon durch den niedrigeren Stromverbrauch deutlicher gesenkt werden können. … Anders als beim Fleisch orientiert sich die Haltbarkeit speziell auch heutiger Bauletter/Baulinks-Beiträge eher absolut an einem fixen (Veranstaltungs)Termin als an einer relativen Zeitspanne. Nicht von ungefähr sind zudem alle Baulinks-Beiträge mit einem Veröffentlichungsdatum versehen, damit Sie bei der internen Recherche oder bei einem Quereinstieg über z.B. Google die Relevanz eines Artikel einschätzen können - aber das kennen Sie ja.

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Keine Entwarnung für Hochwassergefahr speziell an kleinen und mittleren Flüssen

Die Hochwassergefahr an kleinen und mittleren Flüssen in Deutschland wird auch in den nächsten Jahrzehnten nicht abnehmen, in einigen Fällen sogar zunehmen. Deutlich steigen werden die Starkniederschläge. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Center for Disaster and Risk Management Technology (CEDIM), die am 19.1. in Karlsruhe vorgestellt wurde. CEDIM ist eine gemeinsame Einrichtung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und des Helmholtz-Zentrums Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ).

Hochwasser bei Meißen im Jahr 2006: durch den schnellen Anstieg der Pegel bleibt nur eine geringe Vorwarnzeit für die Bevölkerung. (Foto: GFZ Deutsches GeoForschungsZentrum)

„Anders als bei Rhein, Elbe oder Donau können starke Niederschläge bei mittleren und kleineren Flüssen zu einem sehr schnellen Anstieg und ‚reißenden‘ Fließgeschwindigkeiten führen, so dass es nur eine kurze Vorwarnzeit für die Bevölkerung und den Katastrophenschutz gibt“, so Professor Bruno Merz vom GFZ. In der Vergangenheit forderte dies mehrfach Menschenleben und richtete hohe Sachschäden an. Starkniederschläge, die Hochwasser verursachen, treten oft räumlich begrenzt auf. „Daher sind sie nur schwer vorherzusagen. Eine langfristige Vorsorge, in der gefährdete Gebiete identifiziert und Schutzmaßnahmen geplant werden, ist daher besonders wichtig“, betonen die KIT-Klimaforscher Professor Christoph Kottmeier und Dr. Gerd Schädler. In ihrer Studie gehen die Wissenschaftler der Frage nach, wie häufig und wie intensiv in den kommenden Jahrzehnten Hochwasser auftreten werden – und wie sich die Abflüsse berechnen lassen.

Die dreijährige Untersuchung betrachtet die Mittelgebirgsflüsse Mulde und Ruhr sowie die Ammer als Fluss mit eher alpinem Charakter. An allen dreien traten in der Vergangenheit Hochwasserereignisse mit zum Teil erheblichen Schäden auf. So war die Mulde, ein Nebenfluss der Elbe, beim Jahrhunderthochwasser im August 2002 nach der Elbe einer der am stärksten betroffenen Flüsse. An der Ammer gab es an Pfingsten 1999, an der Ruhr im Winter 1993/1994 und im August 2007 schwerwiegende Hochwasser. Die Studie belegt, dass in Deutschland Starkniederschläge künftig zunehmen werden (siehe auch Baulinks-Beitrag „Gefahren durch extreme Niederschläge werden ab 2040 deutlich zunehmen“ vom 18.2.2011). Die Modelle der Wissenschaftler zeigen, dass an der Ruhr die Hochwassergefahr im Sommer und im Winter weiter steigen wird. Die CEDIM-Prognosen weisen hier auf einen deutlichen und signifikanten Anstieg hin. Eine unveränderte Hochwassergefahr mit saisonalen Schwankungen besteht hingegen an Mulde und Ammer. Diese Befunde passen zu Trendanalysen, nach denen in der Vergangenheit eine Zunahme von Hochwässern vor allem im Westen Deutschlands stattfand.

Kombination verschiedener Modellrechnungen

Die Meteorologen und Hydrologen von KIT und GFZ stellten für die Studie die in der Natur auftretende Kette „großräumige Wettersituation - regionaler Niederschlag - Abfluss im Flusseinzugsgebiet“ durch die Kombination von globalen und regionalen Klimamodellen sowie hydrologischen Modellen im Computer nach. Dabei bedienten sich die Forscher einer bislang einmaligen Kombination verschiedener Modellrechnungen. Ähnlich wie ein Verbraucher im Alltag vor einer größeren Anschaffung mehrere Angebote einholt, um ein Gefühl für die Preisspanne zu bekommen, führten die Wissenschaftler Modellrechnungen mehrfach durch, um belastbare Aussagen zu erhalten. Die Rechnungen erfolgten mit jeweils zwei verschiedenen globalen und regionalen Klimamodellen und drei unterschiedlichen Abflussmodellen, um aus diesem Ensemble eine Unsicherheitsspanne ableiten zu können.

Die CEDIM-Wissenschaftler simulierten die Klimaverhältnisse mit einer extrem hohen Auflösung von 7 x 7 Quadratkilometer, was bei regionalen Klimaprognosen wegen des hohen Rechenaufwands bisher selten ist. Üblich sind bei regionalen Klimauntersuchungen derzeit Raster von deutlich mehr als 100 Quadratkilometer. Die für den Abfluss relevanten kleinräumigen Niederschlagsmuster sowie die Intensität der Niederschläge werden jedoch erst bei feinerer Auflösung realistisch erfasst. Die Kombination von hoher räumlicher Auflösung in Verbindung mit dem Ensemble der verschiedenen Klimamodelle ist bislang einmalig. Die Ensembleanalysen lassen auch erstmalig Signifikanzaussagen zu. „Durch die neue Methodik der Studie können wir den Unsicherheitsbereich verkleinern, aber eine immanente Restunsicherheit wird bleiben“, so die Wissenschaftler. Die Forschung werde sich künftig verstärkt mit der Problematik des Planens unter Restunsicherheit auseinandersetzen müssen. … Von den Restunsicherheiten beim Wetter geht’s nun direkt zu den Rechtsunsicherheiten beim Bauen - und zurück zu den Lasten schlechten Wetters in Form von viel Schnee:

 

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What’s up SMS? Kurzmitteilungs-Umsätze von Netzbetreibern brechen ein!

Trotz Rekordzahlen beim weltweiten Versand von Handy-Kurznachrichten per SMS sinken die Umsätze der Netzbetreiber in vielen Ländern dramatisch. Wie das Wirtschaftsmagazin ‘Capital‘ (Ausgabe 02/2012) berichtet, wurden zwar in Deutschland nach Schätzungen des Branchenverbands Bitkom 2011 mit rund 46 Milliarden Handy-Kurznachrichten elf Prozent mehr SMS verschickt als noch im Jahr zuvor. Im Gegensatz dazu sinken aber laut dem kürzlich vorgestellten „International Communications Market Report“ der britischen Regulierungsbehörde Ofcom die damit verbundenen Umsätze deutlich: Während Mobilfunk-Anbieter in Deutschland 2005 pro Mobilfunkanschluss monatlich im Durchschnitt noch 5,15 Euro umgesetzt haben, ist dieser Wert bis 2010 auf 1,90 Euro gefallen - also um rund 60 Prozent. Auch in Spanien, den Niederlanden, Italien und Großbritannien sanken laut dem Ofcom-Bericht die SMS-Umsätze je Anschluss.

Hauptursache für diese Entwicklung ist die wachsende Verbreitung von Smartphones. So können Nutzer bei immer mehr Modellen Software-Angebote wie „WhatsApp“ installieren und damit via Datenfunkverbindung Kurzmitteilungen oder Fotos zu einem Bruchteil der sonst anfallenden SMS-Kosten versenden. Experten rechnen damit, dass die immer günstigeren Smartphone-Preise zum schleichenden Ende der SMS führen werden. Mir ist es egal, denn unsere Artikel passen eh nicht in eine SMS:

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„Social Media-Atlas 2011″: RLP führend, Meck-Pomm am unSOCIALsten

Im Nordosten der Republik wohnen die größten Social Media-Muffel: In Mecklenburg-Vorpommern nutzt nur jeder zweite Onliner (52 Prozent) Facebook, Twitter oder andere Social-Web-Angebote. Spitzenreiter im Bundesländervergleich ist das Heimatland von Baulinks - nämlich Rheinland-Pfalz: Hier haben die meisten Internetnutzer die Social Media-Welt für sich entdeckt (73 Prozent). Das ist zumindest das Ergebnis der Studie „Social Media-Atlas 2011″ von der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

Insgesamt sind 64 Prozent der Internetnutzer in Deutschland mittlerweile in Social Media-Netzen wie Facebook, Xing, StudiVZ oder Twitter unterwegs. Die Großstädte Hamburg und Berlin landen im Bundesländer-Ranking nur im Mittelfeld. Abgesehen von der geografischen Verteilung zeigen sich auch deutliche Nutzungsunterschiede zwischen den Altersgruppen. Aufgeschlüsselt nach Alter erweisen sich die 14- bis 29-Jährigen als die mit Abstand aktivsten Nutzer (86 Prozent). Bei den Geschlechtern bestehen ebenfalls Unterschiede: So sind Frauen deutlich Social Media-affiner als Männer.

Ranking Bundesland Anteil Social-Media-Nutzer

  1. Rheinland-Pfalz 73%
  2. Baden-Württemberg 70%
  3. Saarland 70%
  4. Niedersachsen 69%
  5. Nordrhein-Westfalen 66%
  6. Sachsen-Anhalt 66%
  7. Hessen 65%
  8. Bayern 65%
  9. Hamburg 63%
  10. Berlin 62%
  11. Bremen 59%
  12. Thüringen 58%
  13. Schleswig-Holstein 54%
  14. Brandenburg 54%
  15. Sachsen 53%
  16. Mecklenburg-Vorpommern 52%

Danach gefragt, wie viel Vertrauen die Deutschen Social Media-Nachrichten schenken, schneiden ihre privaten Kontakte besonders gut ab. Die Mehrheit (67 Prozent) äußert großes Vertrauen in Informationen, die von den persönlichen Kontakten stammen. Bei knapp jedem vierten Social Media-Nutzer (24 Prozent) hat eine Empfehlung aus dem privaten Netzwerk sogar schon mal zu dem Kauf eines Produkts geführt. Bei den 14- bis 29-Jährigen ist es sogar knapp jeder Dritte.

Deutlich weniger vertrauen die Social Media-Nutzer den von kommerziellen Anbietern gestreuten Informationen. Nur 22 Prozent geben an, hohes Vertrauen in Meldungen von Unternehmen zu haben. Auf der anderen Seite hat Werbung auf Social Media-Seiten bei gut einem Fünftel der User schon mal zum Kauf eines Produkts geführt. Ältere Nutzer sollen sich dabei seltener von den Werbebotschaften überzeugen lassen als jüngere. Die Mehrheit der befragten Social Media-Nutzer versucht allerdings nach eigener Auskunft die Werbung in privaten oder beruflichen Netzwerken, Videoportalen, Blogs und Co. zu ignorieren (52 Prozent). Vier von zehn Usern sind von den Anzeigen regelrecht genervt. Ein Grund für diese Abwehrhaltung: die Mehrheit fühlt sich von der Werbung nicht angesprochen. Das ist bei 57 Prozent der befragten Social Media-Nutzer der Fall.

Unter den sieben am häufigsten genutzten Social Media-Kanälen sorgt vor allem YouTube für Zufriedenheit. Drei von vier Befragten (76 Prozent) bewerten das Video-Portal in Schulnoten mit mindestens „gut“. Dahinter folgt das Social Network Facebook (69 Prozent). Xing landet auf dem dritten Platz. 57 Prozent der Befragten stufen das Karrierenetzwerk als „gut“ oder „sehr gut“ ein. Danach gefragt, welche Kriterien bei der Bewertung von Social Media-Angeboten überhaupt ausschlaggebend sind, stehen Datenschutz und Privatsphäre für die Nutzer an erster Stelle. 78 Prozent der Befragten erachten diesen Punkt als sehr wichtig. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen die Übersichtlichkeit der Seite sowie die Zuverlässigkeit der Server (jeweils 56 Prozent). Eine Verknüpfung mit anderen Social Media-Diensten halten dagegen die Wenigsten für erforderlich (elf Prozent).

Ranking Social-Media-Kanal Anteil „gut“ oder „sehr gut“

  1. YouTube 76 %
  2. Facebook 69 %
  3. Xing 57 %
  4. MyVideo 54 %
  5. Twitter 52 %
  6. Wer-kennt-wen 50 %
  7. StayFriends 44 %

Bei der Analyse der Nichtnutzer von Social Media-Angeboten zeigt sich: Sieben Prozent der befragten Internetnutzer haben bisher zwar noch keine interaktiven Online-Dienste ausprobiert, wollen das aber in Zukunft tun. Weitere 29 Prozent erteilen Social Media eine grundsätzliche Absage. Sie besuchen derzeit keine der Plattformen und haben es auch nicht vor. Die Gründe: Sechs von zehn Social Media-Verweigerern interessieren sich generell nicht für das Thema. Darüber hinaus haben immerhin knapp 40 Prozent Angst um ihre Daten - nachvollziehbar, denn deren Wanderung durchs Netz lässt sich nicht so leicht wirklungsvoll eindämmen, wie die Wärme in Häusern in heutigen Bauletter/Baulinks-Artikeln:

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KIT entwickelt „Lärmumleiter“

Ein Gefühl nie dagewesener Ruhe - das verspricht, für die noch ferne Zukunft, eine von Karlsruher Forschern entwickelte „akustische Tarnkappe“. Wie die Zeitschrift GEO in ihrer Februar-Ausgabe berichtet, schafft es die Erfindung, Schallwellen so umzuleiten, dass man meinen könnte, die Lärmquelle sei gar nicht vorhanden.

Das Prinzip des „Lärmumleiters“ ähnelt dem der kürzlich entwickelten optischen Tarnkappe, die Lichtstrahlen mithilfe so genannter Metamaterialien vor einem Objekt umlenkt und erst dahinter wieder zusammenführt. Ein Betrachter sieht dadurch das Objekt nicht. Auf die gleiche Weise könnte nun auch der Lärm des Nachbarn oder das Getöse eines Zuges umgelenkt werden - wodurch der Lärm freilich nicht weg wäre, sondern nur verlagert würde.

Bis es dazu kommt, dürfte allerdings noch Zeit vergehen. Die Forscher um Martin Wegener am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben zunächst nur Schallwellen auf einer ebenen Fläche umgeleitet - quasi um eine „Münze“ herum. Echter Lärm verbreitet sich aber in allen drei Raumdimensionen. … Die potentielle Eleganz eines „Lärmumleiters“ können wir heute im Bauletter nicht bieten. Unsere heutigen Beiträge setzen vielmehr auf Gewicht und Rohdichte, wenn es um Schallschutz geht:

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Stilllegung und Entsorgung von Kernkraftwerken sollen 3,2 Milliarden Euro kosten

Für die Stilllegung und den Rückbau von Atomkraftwerken sowie die Endlagerung atomarer Abfälle rechnet die Bundesregierung mit Kosten in Höhe von 3,2 Milliarden Euro. In einer Antwort (17/7777) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/7430) schreibt die Bundesregierung, dass im Zeitraum von 2011 bis 2035 dabei rund zwei Milliarden Euro für die Stilllegung der Kraftwerke und etwa 1,2 Milliarden Euro für den Endlagerbereich ausgegeben werden müssten. Bislang wurde nach Angaben der Regierung für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits etwa eine Milliarde Euro verwandt.

Die vom Deutschen Atomforum geäußerte Einschätzung, dass bis zur möglichen Inbetriebnahme von Gorleben als Endlager für radioaktive Abfälle insgesamt 2,4 Milliarden Euro benötigt wurden, bestätigte die Regierung in ihrer Antwort nicht. Die Gesamtinvestitionen ließen sich erst dann abschätzen, wenn ein „vollständiges technisches Endlagerkonzept“ vorhanden sei und Untersuchungen über den Salzstock vorlägen, heißt es in dem Papier. In diesem Zusammenhang wies die Regierung darauf hin, dass sich Bund und Länder erst kürzlich geeinigt hätten, die Endlagerfrage im „nationalen Konsens“ zu lösen. … Keinen nationalen Konsens gibt es hingegen bei tragenden Wandbaustoffen für Außenwände - gut so! Deshalb können heute (und morgen) ganz unterschiedliche Stein-auf-Stein-Lösungen im Bauletter vorgestellt werden:

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Verspielt die Bundesregierung bei der Mietrechtsänderung Chancen für mehr Klimaschutz?

„Einmal mehr bestätigt die schwarz-gelbe Regierungskoalition mit ihrem Gesetzentwurf zur energetischen Modernisierung von Mietwohnungen ihre Konzeptionslosigkeit im Klimaschutz.“ So hat die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) in ihrer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme insbesondere kritisiert, dass der von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) vorgelegte Referentenentwurf zur Mietrechtsänderung auf effektive Anreize verzichtet, die Vermieter zu einer zügigen und qualitativ hochwertigen energetischen Sanierung von Mietwohnungen veranlassen könnten. So soll insbesondere der energetische Standard von vermietetem Wohnraum bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete weiterhin keine Rolle spielen.

„Es gibt in der deutschen Gesellschaft eine regelrechte Volksbewegung für mehr Klimaschutz. Doch die Regierung, die diese Volksbewegung mit ihrer Reaktion auf die Katastrophe von Fukushima mit ausgelöst hat, tut viel zu wenig dafür, dass sie erfolgreich vorankommt“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Nicht zum ersten Mal entstehe der Eindruck, dass die Bürgerinnen und Bürger besser verstanden hätten, was die von der Regierung propagierte Energiewende tatsächlich erfordere, als die Bundesregierung selbst. Resch erinnerte daran, dass von den 18 Millionen Gebäuden in Deutschland fast 13 Millionen vor 1979 gebaut wurden und damit vor Erlass der ersten Wärmeschutzverordnung.

  • Rund 70 Prozent der Gebäude, die vor 1979 gebaut wurden, verfügten über keinerlei Wärmedämmung,
  • bei weiteren 20 Prozent sei sie unzureichend.
  • Nur rund 10 Prozent der Altbauten in Deutschland haben eine Dämmung, die aktuellen Anforderungen genüge.

Resch forderte die Bundesregierung auf, die Mietrechtsänderung auf das in ihrem eigenen Energiekonzept propagierte Ziel einer Verdoppelung der Sanierungsrate des Gebäudebestands von ein auf zwei Prozent pro Jahr auszurichten. „Wenn der Entwurf in dieser Form Gesetz wird, wird er für die Klimaschutzziele der Bundesregierung weitgehend bedeutungslos bleiben. Es wäre wieder ein verpasste Chance.“

Die Leiterin Klimaschutz und Energiewende der DUH, Rechtsanwältin Cornelia Ziehm erinnerte daran, dass die Bundesregierung die Berücksichtigung der energetischen Beschaffenheit von Mietwohnungen bei der Ermittlung der Vergleichsmieten in ihrem im Herbst 2010 verabschiedeten Energiekonzept noch in Aussicht gestellt hatte. „Eine Reaktorkatastrophe und eine Energiewende später steht diese Bundesregierung energie- und klimapolitisch auf der Bremse, wo Beschleunigung angesagt ist.“ Ziehm befürchtet, dass der Gesetzentwurf in seiner gegenwärtigen Form „statt Fortschritten bei der energetischen Gebäudesanierung eher vermieterfreundliche Luxussanierungen anreizt und das Mietrecht insgesamt zu Lasten der Mieter verschiebt“. So solle in Zukunft die vorübergehende Minderung der Miete während einer energetischen Sanierung ausgeschlossen sein, obwohl in keiner Weise belegt sei, dass die bislang unter bestimmten Voraussetzungen bestehende Mietminderungsmöglichkeit ein Hemmnis für die energetische Sanierung dargestellt habet. Außerdem soll der Mieter beispielsweise eine Maßnahme zur Einsparung von nicht erneuerbarer Primärenergie auch dann dulden, wenn diese nicht zur Verringerung seiner Heiz- und Warmwasserkosten führt.

Als eine Möglichkeit, Mietwohnungssanierungen gezielt in Richtung energetische Sanierung zu lenken, schlägt die DUH vor, die derzeit geltende und von der DUH grundsätzlich begrüßte Möglichkeit zur Mieterhöhung um maximal elf Prozent, künftig auf energetische Sanierungsmaßnahmen zu beschränken und für alle anderen Modernisierungen (etwa Luxussanierungen) auf zum Beispiel sechs Prozent zu begrenzen.

Ziehm: „Für die Akzeptanz der Energiewende wäre es fatal, wenn die energetische Sanierung im Gebäudebereich im Ergebnis bei Millionen Mietern als verdeckte Maßnahme zur Beschneidung ihrer Rechte ankäme“. Vielmehr komme es jetzt darauf an, dass Kosten und Nutzen bei der energetischen Sanierung zwischen Mietern und Vermietern gerecht verteilt würden. Außerdem müsse die seit über einem halben Jahr andauernde politische Blockade zwischen Bund und Ländern bei der steuerlichen Förderung energetischer Gebäudesanierungen schnell beendet werden. Ein Gesetzvorschlag liegt zwar mittlerweile im Vermittlungsausschuss, wird aber dort offensichtlich nicht mit Nachdruck weiter verfolgt.

zur Erinnerung: Der Gebäudebereich ist in Deutschland für 40 Prozent des nationalen Energieverbrauchs und für etwa ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. Gleichzeitig kann in keinem anderen Sektor so viel Energie so kostengünstig eingespart werden. Nach Überzeugung der DUH können die Klimaziele der Bundesregierung nicht erreicht werden, wenn es beim Gebäudebestand in den nächsten Jahren nicht zu einer erheblichen Beschleunigung der energetischen Sanierungsrate kommt.

Die Stellungnahme der DUH zum Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz für ein Gesetz über die energetische Modernisierung von vermietetem Wohnraum und über die vereinfachte Durchsetzung von Räumungstiteln (Mietrechtsänderungsgesetz - MietRÄndG) kann über die URL http://www.duh.de/uploads/media/DUH-Stellungnahme_MietRechtsAenderung_17012012.pdf eingesehen werden. … Um ganz andere Dinge geht es heute im Bauletter:

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